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Der Coolidge-Effekt - Warum Menschen fremdgehen

Monogamie ist Kultur, jede andere Form ist Natur

Der Coolidge-Effekt - Warum Menschen fremdgehen: In der Biologie und Psychologie wird Coolidge-Effekt genannt, wenn ein Individuum immer wieder mit demselben Partner Sex hat. Fremdgehen hat offensichtlich auch biochemische Gründe. Das Untreue-Phänomen heißt auch Coolidge-Effekt. Oder: Der Coolidge-Effekt hat eine spannende Geschichte und besagt, dass wir mehr Lust empfinden, wenn unsere Sexualpartner wechseln.


 

 


Einige Betrachtungen vorweg

Ob wir monogam oder nicht monogam leben wollen, ist eine persönliche Entscheidung des Einzelnen. Nur teilweise die Entscheidung eines Paares. Oft ist es so, dass ein Paar sich vordergründig für Monogamie entscheidet, aber Seitensprünge doch heimlich passieren. Kommt ein Seitensprung oder eine Affäre aber ans Tageslicht, ist das Drama groß. Die Eifersucht, als Verlassenheitswunde löst hier teilweise gewaltiges aus. Zur Eifersucht finden Sie hier auf dieser Homepage eine eigene Themenseite. Ich beziehe mich hier auf den Coolidge Effekt, zu dem es auch eine Seite in der Wikipedia gibt.  Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Coolidge-Effekt (gelesen am 18.2.2019)

Vorab zitiere ich Prof. U. Clement, einer der bekanntesten und renommiertesten Sexualtherapeuten Deutschlands: „Wenn ein Seitensprung passiert, sollte man es nicht persönlich nehmen“.

Dieser Artikel zeigt auch den Menschen, bei dem die Begierde (fast) eingeschlafen ist, eine Möglichkeit, wieder Lebendigkeit in die Sexualität zu erleben. 

Vor Nebenwirkungen wird gewarnt.


 Jetzt zum Coolidge Effekt 

Unter dem Coolidge-Effekt versteht man, dass neue Partner die Erholungsphase nach dem Sex verkürzen, genauer gesagt die gewünschte Frequenz von Sex erhöhen. Der Name geht auf die folgende Geschichte zurück:

Als der damalige US-Präsident John Calvin Coolidge irgendwann einmal in den 1920er-Jahren mit seiner Frau Grace durch eine Geflügelfarm geführt wurde, erkundigte sie sich, wie sich so viele Eier mit so wenigen Hühnern produzieren ließen. Der Farmer sagte daraufhin: »Meine Hähne tun mehrere Male am Tag ihre Pflicht«. Darauf Mrs. Coolidge mit betont lauter Stimme: »Vielleicht sollten Sie das einmal Mr. Coolidge erzählen.«

Mr. Coolidge war diese Bemerkung nicht entgangen, und er fragte den Farmer: »Besteigt jeder Hahn jedes Mal dieselbe Henne?« Der Farmer: »Nein, jeder Hahn hat einen ganzen Harem von Hennen.« Darauf der Präsident: »Vielleicht könnten Sie das einmal Mrs. Coolidge erzählen«

So oder ähnlich mag es sich vor knapp hundert Jahren zugetragen haben. Jedenfalls nennen Biologen die dämpfende Wirkung eines einzigen Sexualpartners auf die Libido seitdem »Coolidge-Effekt«. Und zwar für beide Geschlechter.

Experimente in der Forschung

Bei den ursprünglichen Experimenten aus dem Jahr 1956 wurde an Rattenmännchen nachgewiesen, dass wiederholter Geschlechtsverkehr mit demselben Weibchen den sexuellen Appetit des Männchens deutlich zügelt. Andererseits ist eine gleichbleibende, genauer gesagt gleichbleibend hohe sexuelle Aktivität zu beobachten, wenn immer wechselnde Weibchen angeboten werden.

Damals wurde ein Rattenmännchen in einen Käfig mit vier bis fünf Weibchen gegeben. Man beobachtete, dass das Männchen sich mit allen Weibchen bis zur eigenen völligen Erschöpfung wiederholt paarte. Ab diesem Punkt erfolgten keine Reaktionen des Männchens mehr auf weitere Stimulationen der Weibchen. Wurde nun ein weiteres Weibchen in den Käfig gegeben, konnte trotz der vorherigen Erschöpfung ein weiterer Paarungsakt mit dem neuen Weibchen beobachtet werden. Das bei den Versuchen mit den Wanderratten beobachtete Phänomen ist dabei nicht auf diese Spezies beschränkt. Und in den meisten Fällen wurde der Coolidge-Effekt zwar an männlichen Exemplaren demonstriert. Es wurden jedoch auch Experimente durchgeführt, um den Effekt auch bei weiblichen Individuen nachzuweisen. Bei Hamstern beispielsweise tritt der Effekt, obgleich schwächer ausgeprägt, auch bei Weibchen auf. Nachgewiesen wurde das bei Nagetieren, bei Zuchtbullen, und, laut einer Studie aus dem Jahr 2013, sogar bei der Fruchtfliege Drosophila.

Und Frauen finden die Vorstellung von Sex mit Fremden (männlich oder weiblich) deutlich erregender als mit bekannten. Bis zu achtmal stärker wird die Durchblutung der Vagina beim Anblick eines attraktiven Fremden als bei einem attraktiven Freund oder gar ihrem Partner (teilt die Welt in Gute und Böse), konnte Meredith Chivers messen. 

Was die Natur will

  • Wieso hat die Evolution das in uns angelegt? 
  • Um Inzest und damit genetische Stagnation zu vermeiden.
  • Weil mehr Sex mit Menschen auch der Evolution mehr Spaß macht. 

Was auch immer Mann oder Frau genau dabei suchen: Wir, also wir modernen Menschen, scheinen erotisch auf wechselnde Geschlechtspartner langfristig besser zu reagieren. Egal, ob wir verliebt sind, in einer festen Beziehung, womöglich Ringe tragen. Zumindest nach einer gewissen Zeit zerrt unsere Sexualität an den Ketten, die wir ihr angelegt haben. Sie will frei sein. 

Die Natur:

Wir sind nicht auf der Welt, um glücklich zu sein, sondern um uns fortzupflanzen.
Dr. med E. Hirschhausen

Es scheint von der Natur aus so, dass es sich für Männer weitaus mehr lohnt, wenn sie mit einer neuen Frau schlafen als gleich noch einmal mit der gleichen Frau. Denn die gleiche Frau kann nur einmal schwanger werden, ein unmittelbar folgender Sex erhöht die Chancen einer erfolgreichen Befruchtung nicht wesentlich.

Die Wahrscheinlichkeit, dass eine weitere Frau ein weiteres Kind bekommt, ist bei Sex mit einer weiteren Frau deutlich höher. Gene, die eine erhöhte Lust auf eine neue Partnerin erzeugen oder ein höheres sexuelles Interesse an Varianz erzeugen, können im männlichen Genpool anreichern.

Es lohnt sich auch, diese Lust bei einer neuen Frau im Gegensatz zu einer, mit der man regelmäßig schläft, zu steigern. Denn bei der bestehenden Partnerschaft ist der nächste Sex wesentlich wahrscheinlicher und auch eine bereits erfolgte Befruchtung, die potenzielle Gefahr einer Spermienkonkurrenz ist auch geringer, während all diese Optionen bei der noch neuen Partnerin nicht gegeben sind.

Die Kosten allerdings bei beständiger Vorhaltung eines für alle Frauen gleichwertigen Lust und Bereitschaft wären eben höher, da Sex und Spermaproduktion auch Ressourcen verbrauchen. Gleichzeitig wären die Verluste bei nicht vorhandener Möglichkeit, Sex mit einer neuen Frau zu haben, hoch. Denn es entgeht eben eine potenzielle Befruchtung. Auch hier sind allerdings die sonstigen Kosten zu bedenken. Eine sofortige sexuelle Bereitschaft bei einer neuen potenziellen Sexpartnerin wäre unter anderem im Verhältnis zu den Gelegenheiten teuer und auch ein negatives Signal bezüglich der eigenen Bindungsfähigkeit könnte als Nachteil gegenüber dem Gefühl von Kosten auftreten. Zum anderen würde es sicherlich in einem schlechten Umfeld zur Preissteigerung führen: Einerseits ist die Chance auf sofortigen Geschlechtsverkehr eher kostspieliger oder zumindest kein gutes Zeichen für ihre eigene Beziehungskraft bedeuten; andererseits hätte sie möglicherweise einen hohen Aufwand an Möglichkeiten gehabt – einerseits sicher die Möglichkeit dieser möglichen sexuellen Neigung dazu passende Sexualität wären beispielsweise sofort verfügbare Sexualpartnerschaft -Option diese Option möglich Partnerschaft.

Verschiedentlich kam hier in den Kommentaren die Meinung auf, dass beim Menschen der Coolidge Effekt bei Frauen stärker ausgeprägt ist als bei Männern. Die Argumentation baut darauf auf, dass innerhalb einer Beziehung eher der weibliche Sexualtrieb nachlässt, also der Mann mehr Sex mit seiner Dauerpartnerin will als diese mit ihm. 

Das verkennt aber das wesentliche zweite Element des Coolidge-Effektes. Der Coolidge-Effekt beschreibt nicht einfach nur nachlassendes sexuelles Interesse, sondern eben gerade, dass man mit einem bestehenden Partner weniger Sex will als mit neuen Partnern.

Das ist im Ganzen bei Menschen natürlich schwer zu messen, weil in diese Bewertung der stärkere Sexualtrieb des Mannes einzurechnen ist. Aus meiner Sicht steigt am Anfang einer Beziehung der Testosteronspiegel der Frau und der des Mannes sinkt etwas. Dadurch will sie anfänglich mehr Sex als sonst. Nach einiger Zeit normalisieren sich die Hormonspiegel wieder und sie will weniger Sex als am Anfang der Beziehung. Gleichzeitig muss aber nicht der Effekt bestehen, dass sie deswegen bei einem neu hinzutretenden Mann Lust auf Sex bekommt. Es kann auch sein, dass sie mit dem Sex von einmal die Woche einverstanden ist, aber nicht mit einem anderen Mann schlafen möchte.

Ein direkter Vergleich scheitert insofern häufig schon an den verschiedenen Einstellungen zu Sex. Wenn man einen Mann mit einer Frau zusammen bringt, die gut aussieht und auch sonst passt, dann macht man das Experiment zwei Monate später. Man nimmt eine Frau. Die sechs Frauen sind nicht so wichtig für den Sex. Sie haben nur einen Tag Zeit. Dann hat man wahrscheinlich mehr Sex mit den sechs Frauen.
 Würde man mit einer Frau das gleiche Experiment machen, dann würde sie vielleicht überhaupt keinen Sex haben, was eine Auswertung schwieriger macht. Vermutlich würde sie auch ansonsten mit weniger der Männer schlafen. Es wäre jedenfalls weit weniger davon auszugehen, dass sie bei den neu hinzukommenden Männern schneller wieder bereit für Sex wäre. Vielleicht hätte der bereits vorhandene Mann sogar die besten Karten, wenn er es schafft eine Bindung zu ihr aufzubauen. Sprich: Eine Durchführung des Experiments scheitert hier bereits an den unterschiedlichen Einstellungen von Männern und Frauen zu Casual Sex mit relativ anonymen Partnern. 

Allerdings hält aus meiner Sicht das Leben ja einige „Versuchsaufbauten“ parat. Für Männer gibt es einen kommerziellen Markt, der gerade darauf aufbaut, dass man neue Frauen für Sex hat, eben die Prostitution. Soweit Prostitution auf Frauen ausgerichtet ist findet dieser häufig eher so statt, dass in einem „Liebesurlaub“ ein Gigolo eine Pseudobeziehung (gegen Geld) aufbaut und nicht so, dass die Frau mit möglichst vielen verschiedenen Männern Sex hat.

Hingegen hat die männliche Vorliebe für Abwechslung zu Angeboten wie dem „Pauschalclub“ geführt, indem die Freier gegen einen Festbetrag mit so vielen der anwesenden Frauen Sex haben können, wie sie wollen. Auch hier darf vermutet werden, dass die meisten Männer dabei mit vielen verschiedenen Frauen Sex haben.

Demnach ist aus meiner Sicht der Coolidge Effekt auch bei uns Menschen eher bei Männern stärker ausgeprägt als bei Frauen.

 

 

 

 


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