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Wie veränderbar sind wir?

In diesem Text werden wir uns mit den Möglichkeiten und Grenzen unserer Veränderbarkeit befassen.

In diesem Text werden wir uns mit den Möglichkeiten und Grenzen unserer Veränderbarkeit befassen.
Warum fallen uns einige Veränderungen leicht und andere schwer? 
Wie gehen wir am besten vor, wenn wir andere Menschen ändern wollen? 

Wir scheinen in Zeiten zu leben, die von größeren Veränderungen gekennzeichnet sind. Zwar leben wir zu unserem Glück in Europa derzeit in einigermaßen stabilen politischen Verhältnissen, aber vieles in unserem Privat- und Berufsleben wandelt sich - tatsächlich oder zumindest gefühlt - schneller, als einigen von uns lieb ist. Wir brauchen dabei nicht allein an die großen Herausforderungen wie die alarmierende Entwicklung des Weltklimas, den bedrohten Zustand der Natur und an die vielfältigen Auswirkungen der Corona Pandemie zu denken. Es ändern sich auch das Familienleben, die Art, wie wir den Alltag bewältigen, wie wir uns fortbewegen und wie wir kommunizieren; es gibt neue Unterrichtsmethoden in den Schulen und neue Arbeitsformen in den Betrieben. Gerade in der Arbeitswelt hat sich eine Kultur permanenter Veränderung mit Vehemenz etabliert, die auf mehr Mobilität, mehr Eigenverantwortlichkeit, mehr Teamarbeit und flache Hierarchien dringt. 

Dies alles erfordert bei entsprechender Umsetzung teilweise tiefgreifende Veränderungen seitens unserer Gewohnheiten, sei es als Lehrperson, als Selbstständiger, als Chefin oder Sachbearbeiterin. 
Immer häufiger stellen sich die Menschen die Frage: 
Was bedeutet das alles für mich? 
Warum soll ich mir das alles antun? 

Diejenigen, die diese Veränderungen fordern und vorantreibe, zeichnen sich in der Regel durch einen starken Veränderungsoptimismus aus. Einschlägige Untersuchungen zum Erfolg von Veränderungsmaßnahmen dieser Art liefern jedoch eher ernüchternde Fakten. Wenn die Veränderungen überhaupt richtig angepackt werden, treffen sie auf Widerstände und Schwierigkeiten, verlaufen im Sande, werden sprunghaft von neuen Veränderungsmaßnahmen abgelöst usw. 
Manche dieser Veränderungsmaßnahmen sind von ihrer sachlichen Planung, Vorbereitung und Durchführung her mangelhaft, aber es hat sich bei genauerem Hinsehen gezeigt, dass vieles davon die beteiligten Menschen schlicht überfordert: die Lehrpersonen, die sich mit einer beschleunigten Einführung digitaler Medien konfrontiert sehen, die Führungskräfte, die regelmäßig auf die geforderten psychologischen Führungsqualitäten überhaupt nicht vorbereitet sind, die Mitarbeiterinnen, die fürchten, bei der Einführung der neuen Organisationsformen auf der Strecke zu bleiben. Das führt zu der Frage: Wie viel Veränderung halten wir aus? Warum fallen Veränderungen manchen der davon Betroffenen eher leicht, anderen eher schwer, und warum scheinen sie bei wieder anderen nahezu unmöglich zu sein? Diese Frage ist keineswegs neu. Schon immer haben Menschen große Veränderungen erlebt, und viele davon waren viel größer als diejenigen, denen wir jetzt ausgesetzt sind. Und immer hat es von philosophischer wie wissenschaftlicher Seite Autoren gegeben, welche die Veränderbarkeit des Menschen als hoch einschätzten, während andere eher skeptisch gingen aufgrund davon aus, dass Menschen sich nur dann - wenn überhaupt - ändern, wenn der Leidensdruck sehr hoch ist.

Was davon erscheint aus neurowissenschaftlicher Sicht gerechtfertigt? Eine erste und weichen stellende Antwort erhalten wir durch die Berücksichtigung der Eigenschaften des limbischen Systems, wie sie von mir im zweiten Kapitel geschildert wurden. Hier erkennen wir eine umgekehrte Beziehung zwischen der Verhaltenswirksamkeit der unterschiedlichen Ebenen einerseits und ihrer Veränderbarkeit andererseits. Die untere limbische Ebene hat als Ort des Temperaments, mit dem wir auf die Welt kommen, den stärksten Einfluss auf unser Verhalten, ist aber nach Einschätzung führender Persönlichkeitspsychologen am wenigsten veränderbar. 

Das Temperament ist zwar keineswegs rein genetisch fixiert, sondern epigenetische Polymorphismen und prägende Einflüsse vom Gehirn und Körper der Mutter können auch eine Rolle spielen, wie wir oben gesehen haben. Aber all dies verfestigt sich vorgeburtlich und frühnachgeburtlich sehr stark, sodass gezielte Versuche, Veränderungen im Temperament herbeizuführen, kaum von Erfolg gekrönt sind, wie viele Eltern leidvoll erfahren haben. Auch die mittlere limbische Ebene hat einen großen Einfluss auf unser Verhalten. Sie ist, wie dargestellt, durch massive prägende Einflüsse im Rahmen der primären Sozialisation gekennzeichnet, aber die dabei stattfindenden Veränderungen in Gehirn und Nervensystem verlieren ebenfalls rasant ihre anfängliche große Plastizität, und zwar etwa nach zwei Jahren - so schätzen jedenfalls Entwicklungspsychologen anhand der Untersuchungen an schwer hospitalisierten Kleinkindern, die später adoptiert wurden.

Langfristig erfolgreich - in dem Sinne, dass diese Kinder in ihren neuen Familien heimisch geworden sind und sich zu bindungsfähigen Familienmitgliedern entwickelt haben - sind die Adoptionen meist nur dann, wenn sie bis zum Ende des zweiten Lebensjahres erfolgten. Auf der mittleren limbischen Ebene sind Veränderungen »von außen« zwar möglich, aber nur auf der Grundlage des ansprechend individuell-emotionaler Motive und eines langen Einübens, etwa im Rahmen einer Psychotherapie. Der Verhaltenseinfluss der oberen limbischen, das heißt die sozial-emotionalen Ebene ist deutlich geringer. Diese Ebene ist durch eigene stark Emotionalisierungen und im Rahmen sozialer Interaktion recht gut veränderbar. Leider sind solche Veränderungen oft nur von kurzer Dauer. Die kognitiv-sprachlich-rationale Ebene schließlich ist, zwar in der Regel leicht veränderbar, hat aber von sich aus keinen Einfluss auf unser Verhalten, sondern immer nur in Verbindung mit den limbischen Ebenen. 

Diese Erkenntnisse lassen es zu, die Erfolgsaussichten bestimmter Maßnahmen zur Verhaltensänderung ziemlich genau zu beziffern, und zwar je nachdem, auf welcher Ebene sie ansetzen. Allerdings gehört zur Persönlichkeit eines Menschen auch das individuelle Ausmaß seiner Veränderbarkeit: Der eine Mensch mag von seinem Temperament und seiner Persönlichkeit her stärker veränderbar sein als der andere. Die sich daraus ergebende große individuelle Bandbreite der Veränderungen von Menschen erleben wir, wenn wir nach Jahren oder gar Jahrzehnten frühere Freunde oder Klassenkameradinnen wiedertreffen, etwa beim Treffen zum 30. Jahrestag des Abiturs. Während wir Peter nicht nur äußerlich, sondern auch in seinen Ansichten und politischen Einstellungen kaum wiedererkennen, redet und verhält sich Petra genauso wie vor 30 Jahren. Einen großen Einfluss auf die Entwicklung der Persönlichkeit vom Kind zum Erwachsenen hat die ausgeprägte Selbststabilisierung der Persönlichkeit, von der bereits die Rede war. Dies bestätigt die Lebenslaufforschung dahin gehend, dass Menschen schon in der Jugendzeit eine bestimmte Grundhaltung einnehmen, etwa die eines unverbesserlichen Optimisten oder eines eher leicht positiv oder leicht negativ denkenden oder fühlenden Menschen oder eines hartnäckigen Pessimisten. Dabei kann es größere oder kleinere Schwankungen geben, die durch Lebensumstände hervorgerufen wurden, aber die Menschen kehren über kurz oder lang zu ihrer Grundhaltung zurück. So kann eine neue, rauschhaft erfahrene Partnerschaft einen Menschen ganz aus dem Häuschen bringen, ein großer Karrieresprung führt zu intensiven Glücksgefühlen, aber nach einer gewissen Zeit kehrt man zu dem zurück, was man im Innern ist. Umgekehrt wirft ein schwerer Schicksalsschlag, etwa der Tod eines geliebten Lebenspartners, viele Menschen für zwei, drei Jahre aus der Bahn. Aber nach einer kürzeren oder längeren Trauerzeit findet man vielleicht einen neuen Menschen und beginnt meist nur vorgeblich ein neues Leben. Man spricht hier von einer notwendigen Trauerarbeit, die jedoch nicht immer erfolgreich ist. Es gibt allerdings einen kleinen Teil von Menschen, vielleicht zehn Prozent, die keine Rückkehr zu einer Grundhaltung nach stattgefundenen Auslenkungen zeigen. 

Das sind die »Veränderungssüchtigen«, von denen gleich noch die Rede sein wird. Eine neue, erfüllende Partnerschaft ist einer derjenigen Umstände, die am ehesten zu tiefergreifenden Persönlichkeitsveränderungen führen können - aber nicht müssen. Aus Sicht des Neurobiologen ist hierbei die Ausschüttung großer Mengen von Oxytocin ursächlich - genauso wie dies in der »therapeutischen Allianz« in der Psychotherapie der Fall ist, von der wir noch hören werden. Oxytocin hat nämlich eine stark fördernde Wirkung auf die Umgestaltung neuronaler Netzwerke in wichtigen Zentren des Gehirns wie dem Hippocampus, dem orbitofrontalen Cortex und den Basalganglien. Diese wissenschaftlichen Erkenntnisse stimmen oft nicht mit der subjektiven Erfahrung der Menschen überein, denn wir empfinden unser Leben viel stärker als ein Auf und Ab, als es einem kritischen Beobachter erscheint. Wir erinnern uns an »große Veränderungen« in unserem Leben, etwa an den »Aufbruch in eine neue Welt«, als wir zum Studium in eine neue Stadt gezogen sind. Wir werden in unserer Selbstwahrnehmung dabei oft ein »anderer Mensch«, passen uns neuen Lebensbedingungen und gesellschaftlichen Verhältnissen an, treten in neue Beziehungen ein, die uns stark zu verändern scheinen. Wie der Berliner Persönlichkeitspsychologe Jens Asendorpf (*1950) herausgefunden hat, ist dies meist ein Irrtum, zumindest jedoch eine starke Übertreibung. Aus seiner Sicht wählen wir ab dem späten Jugendalter für uns eher diejenigen Umwelten aus, die zu uns passen, als dass wir uns umgekehrt ihnen aktiv anpassen. Wir suchen uns eine ruhige Bude, in die wir uns verkriechen können, was wir immer schon gemacht haben oder machen wollten, oder wir ziehen in eine umtriebige Wohngemeinschaft, weil wir immer viele soziale Kontakte hatten oder haben wollten. Im zweiten Kapitel haben wir zwei Typen von Menschen kennengelernt, die deutliche Unterschiede in ihrer Haltung gegenüber Veränderungen aufweisen: den Dynamikers und den Stabilen. Innerhalb des Haupttyps des Dynamikers gibt es die negative Variante des Veränderungssüchtigen, und innerhalb des Haupttyps des Stabilen gibt es die ebenfalls negative Variante des Veränderungsvermeiders. 

Der Veränderungssüchtige liebt Veränderungen als solche. Er sieht überall die Chancen, aber nicht die Risiken und berauscht sich gern an Erfolgsfantasien. Dahinter steht, dass er sich schnell langweilt (»Routinearbeiten öden mich an!«) und jede Gelegenheit sucht, etwas Neues anzufangen. Wie wir gehört haben, leiden solche Menschen an einem Mangel an Selbstberuhigungsstoffen, vornehmlich Serotonin, und auch daran, dass bei ihnen die Ausschüttung von Belohnungsstoffen, den hirneigenen Opioiden, keine längerfristige Wirkung hat. Sie erfahren keine hinreichende innere Befriedigung durch etwas Erreichtes, oft aufgrund eines konstitutionellen Mangels an Rezeptoren für Serotonin und endogenen Opioiden. 

Der Veränderungsvermeider ist der typische Bedenkenträger, der immer zuerst auf die Risiken und Gefahren hinweist, anstatt auch die Chancen zu sehen. Wenn er denn schließlich zu Veränderungen bereit ist, dann erlahmt bei ihm auch ohne böse Absicht schnell der Einsatz. Schnell identifiziert er neue Schwierigkeiten und seine Beschwerden über die angebliche Inkompetenz oder Faulheit der Mitmenschen häufen sich. Schließlich wird er krank oder er kündigt. Bei solchen Personen findet man oft eine Kombination eines niedrigen Dopamin- und Serotoninspiegels und eines hohen Cortisolspiegels.

Die vier Grundvoraussetzungen für Veränderungen 

Menschen können andere Menschen und auch sich selbst ändern. Aber jede Veränderungsmaßnahme ist nur im Rahmen von vier Grundvoraussetzungen langfristig erfolgreich. 

Die erste Grundvoraussetzung ist nämlich das Ausmaß der Bereitschaft zu Veränderungen und auch das Ausmaß der tatsächlichen Wirkung der Veränderungsmaßnahmen, wie sie zu den zentralen Merkmalen der Persönlichkeit des Menschen gehören. Diese Bereitschaft sieht beim dynamischen Menschen anders aus als beim stabilen, beim Erlebnishungrigen ganz anders als beim Veränderungsvermeider. Daher empfiehlt es sich, mit geeigneten diagnostischen Mitteln festzustellen, welche Persönlichkeit die Person hat, die wir ändern wollen. 

Die zweite Grundvoraussetzung ist der Leidensdruck, das heißt das Bewerten der gegenwärtigen Situation als negativ, unvorteilhaft, schmerzlich usw. Trivialerweise sind Veränderungen dann schwer, wenn nur ein geringer oder gar kein Leidensdruck vorhanden ist. »Warum soll ich mich ändern, wenn es mir unter den gegenwärtigen Verhältnissen gut geht und die Zukunft auch nicht schlecht aussieht?« Wer so denkt, sieht für sich keinerlei Veränderungsbedarf, ja, geht sogar davon aus, dass Veränderungen nur Nachteile bringen würden. 

Die dritte Grundvoraussetzung ist die Belohnungserwartung. »Was bringt mir die Veränderung, die ich vornehme oder über mich ergehen lassen soll?« Dabei kann, wie wir gleich hören werden, die Art der erwarteten Belohnung sehr verschieden sein, und zwar aus Gründen der Situation oder der Persönlichkeit. Eine ausreichende Höhe der Belohnung ist jedenfalls nötig, um Gewohnheiten zu überwinden, die Veränderungen entgegenstehen.

Die vierte Grundvoraussetzung ist das, was man als »langen Atem« bezeichnen könnte, also große Geduld beim Vorgehen, sowohl bei dem, der andere Menschen verändern will, als auch beim Versuch, sich selbst zu ändern. An dieser Voraussetzung hapert es regelmäßig. Die meisten von uns möchten, dass Veränderungen, wenn sie einmal beschlossen wurden, schnell gehen. Nun gibt es, wie oben dargestellt, Veränderungen, die tatsächlich schnell ablaufen können, weil sie nicht tief in unsere Persönlichkeitsstruktur eingreifen. Aber Vorsicht: Schon ein neuer Laptop, ein umgestalteter Arbeitsplatz, neue Kollegen oder eine neue Chefin können schnell Veränderungsängste hervorrufen, die wir dann gar nicht gern zugeben, weil wir befürchten müssen, lächerlich zu wirken. Neue Nachbarn, ein Wohnungs- oder Ortswechsel oder als Steigerung ein neuer Partner beziehungsweise eine neue Partnerin bringen unsere Persönlichkeit mehr in Aufruhr, als uns lieb ist. Und oft genug kapitulieren wir vor solchen Herausforderungen, wenn wir uns nicht selbst oder mit fremder Hilfe auf diese Veränderungen einstellen. Ganz allgemein gilt: Menschen ändern sich langfristig nur, wenn ihre bewussten Ziele und ihre unbewussten Motive übereinstimmen. Dies bedeutet, dass die Gründe für die Veränderung in der Erfahrungswelt des Angesprochenen einen Sinn ergeben müssen. Das klingt trivial, ist es aber überhaupt nicht, und schon hier wird vieles falsch gemacht, wie wir oben im Rahmen des betrieblichen Beispiels gesehen haben. Ebenso müssen die Vor- und Nachteile von Veränderungen deutlich sichtbar sein. Schließlich muss die von der Veränderung betroffene Person ausreichend Zeit haben, um sich das Ganze durch den Kopf und das Herz gehen zu lassen, und zwar aufgrund der Erkenntnis, dass die rein kognitive Akzeptanz von Veränderungen relativ schnell gehen kann, die bewusste emotionale Akzeptanz hingegen viel langsamer und die bewusste emotionale Akzeptanz oft sehr langsam vonstatten.

Was sagt uns das? 

Das augenblickliche Verhalten eines Menschen ist ein erlerntes Verhalten und war oder ist eine Lösung, um in der sich befindlichen sozialen Umgebung zu "überleben" bzw. um am bequemsten durchzukommen. Meist werden gefundene Lösungen aus der Kindheit oder Jugend auch in der Beziehung unbewusst angewandt.

Beispiel 1: Wenn ein Kind in der Kindheit eine dominante Mutter hat, bei der es keinen Sinn ergibt, sich über Veränderungswünsche zu äußern, dann tut er es in der Liebesbeziehung mit Bindung auch nicht. Das sind dann die Stressvermeiter.

Beispiel 2: Wenn ein Kind in der emotional oder körperlich missbraucht wurde, wenn ein Kind sich geöffnet hat und die Eltern es gegen das Kind verwendet haben, wird es sich in der Liebesbeziehung mit Bindung auch nicht öffnen und binden wollen.

Beispiel 3: Die Eltern sind empathisch überführsorglich. Das Kind, die Kinder können keine Fehler machen und lernen nicht, dass man auch, wenn man Fehler macht, auch wenn mal aus Scham eine Notlüge äußert, trotzdem geliebt und nicht verlassen wird. Diese Kinder können kein Urvertrauen bei den Eltern und bei sich finden, weil einfach der praktische Beweis fehlt. 

Aber egal ob die Kinder keine Fehler machen können oder keine Fehler machen dürfen, diese Kinder gehen ins Leben und Werden in der Schule, im Arbeitsleben gemoppt, ziehen sich dann zurück und finden Ablenkungs-Lösungen. Kommen diese Kinder in die Lebenssitutation der Partnerschaft kommen sie meist an einen Narzissten oder „verlieben“ sich in einen nicht erreichbaren Menschen. Das mangelnde Selbstvertrauen führt dazu, dass sie sich blenden lassen oder zurückziehen. Kommt es dann zu einer tatsächlichen Partnerschaft wird die oft mit Lügen und/oder Eifersucht durchzogen. Lügen, aus Verlustangst und/oder Eifersucht auch aus Verlustangst. Die Menschen mit geringem Selbstwertgefühl führen meist keine authentische Beziehung, leben nicht eine selbstbestimmte, sondern eine fremdbestimmte Intimität.

Beispiel 4. Wenn die Eltern eine glückliche friedvolle Beziehung „spielen“, nie streiten, so sieht das Kind nicht, dass Streit zum Leben und zur Beziehung gehört. Die Kinder sollten schon einen konstruktiven Streit und die folgende Versöhnung mitbekommen, damit sie auch beziehungsfähig werden. 

Fazit. Die Kinder lesen im Buch der Eltern. Das Verhalten der Eltern prägt die Kinder. Das damit entstandene Bewusstsein, nennt man das innere Kind. Dieses Bewusstsein ist ein „Branding“ und die Welt und alles was geschieht, wird mit diesem Bewusstsein bewertet. 

„Nichts ist gut oder böse nur das Denken macht es“ (Hamlet, 2. Akt, 2. Szene) 

Oder auch eine uralte Weisheit „„Auf die Dauer der Zeit nimmt die Seele die Farbe deiner Gedanken an. “Kaiser Marc Aurel

Wir sind das, was das Leben und unser gelerntes Verhalten sowie unser daraus folgendes Bewertungssystem aus uns gemacht hat. Wir sehen und bewerten die Welt und die Dinge, die in der Welt geschehen, basierend auf unseren Erfahrungen unseres bisherigen Lebens. Das Bewusstsein, was wir haben, nennen wir daher in der Psychologie das "innere Kind".

Veränderungen sind möglich, aber ich teile nicht den Machbarkeitswahn, dass jegliche Veränderung möglich ist, wenn man nur richtig vorgeht und die 4 Veränderungsvoraussetzungen erfüllt. 

Wenn Sie sich motiviert verändern wollen und sich aber weder in einem Coaching, einer Beratung oder in einer Therapie nach vielen Sitzungen nichts ändert, dann sollten sie sich mal fragen, bin ich den der, der ich werden will? Will ich die Veränderungen wirklich? 

Denn es gibt auch Paare, die sagen: „Wenn das die Lösung ist, dann behalte ich lieber mein Problem. Versuchen Sie nicht unlösbare Probleme zu lösen. Ziehen Sie auch in Betracht, dass es im Prinzip keine Probleme gibt, sondern nur Tatsachen, die Sie negativ bewerten. Manchmal ändern auch eine Änderung der Bewertung etwas. 

Ist denn das, was ich werden will, meiner Persönlichkeit. Oder sollte ich nicht meine Persönlichkeit akzeptieren?

Ich zitiere hier Dr. E. von Hirschhausen, wenn Sie ein Pinguin sind, sollte sich nicht in die Savanne begeben, wenn Sie eine Giraffe sind, sollten sich nicht in die Antarktis begeben. 

Menschen hadern gerne mit ihren Schwächen. Dabei sollten sie sich ein Beispiel am Pinguin nehmen und die Umgebung finden, in der das was sie wirklich gut können zum Vorschein kommt.

Wenn Sie in der in einer Langzeitbeziehung leben und Sie wollen was ändern, dann sollten Sie sich auch fragen, warum es so ist, wie es ist. Für irgendetwas ist es eine Lösung.

 

Erkennen Sie welches Lebensmodell Ihrer Persönlichkeit entspricht, erkennen Sie ob es sich um lösbare oder unlösbare Probleme handelt, stehen Sie zu sich.

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